Theoretisches Fundament
Die theoretische Grundlage der Polyphantom-Art stützt sich auf die Studien zu Simultan- und Sukzessivkontrasten (Johannes Itten, „Kunst der Farbe“).
Physiologische Basis
Die Methode basiert auf einer spezifischen Eigenschaft des menschlichen Sehsystems: der Erzeugung eines „Phantoms“ auf der Netzhaut. Dabei handelt es sich um ein Nachbild (Afterimage) in einer Komplementärfarbe, das entsteht, nachdem der Blick für längere Zeit auf ein farbiges oder leuchtendes Objekt fixiert wurde. Die radikalste Art, ein solches Phantom „zu sehen“, besteht darin, kurz in eine brennende Glühbirne zu blicken und dann die Augen zu schließen. Davon ist jedoch eher abzuraten.
Experiment: Ein „Nachbild“ erzeugen (von Grün zu Hellrosa)
Vorbereitung: Nehmen Sie ein Blatt im Format F6 aus leuchtend grünem Papier. Legen Sie ein leeres Blatt weißes Papier im Format A3 daneben.
Fokussierung: Starren Sie für 30–60 Sekunden ununterbrochen auf einen Punkt in der Mitte des grünen Objekts. Versuchen Sie, nicht zu blinzeln.
Umschalten: Richten Sie Ihren Blick schlagartig auf das weiße Blatt Papier.
Ergebnis: Nach 2–3 Augenblicken erscheint auf dem weißen Hintergrund ein zarter, мерцающее (flimmernder), hellrosa Fleck. Er hat dieselbe Form wie das ursprüngliche grüne Objekt.