Theoretisches Fundament
Die theoretische Grundlage der Polyphantom-Art stützt sich auf die Studien zu Simultan- und Sukzessivkontrasten (Johannes Itten, „Kunst der Farbe“).
Physiologische Basis
Die Methode basiert auf einer spezifischen Eigenschaft des menschlichen Sehsystems: der Erzeugung eines „Phantoms“ auf der Netzhaut. Dabei handelt es sich um ein Nachbild (Afterimage) in einer Komplementärfarbe, das entsteht, nachdem der Blick für längere Zeit auf ein farbiges oder leuchtendes Objekt fixiert wurde.
Die radikalste Art, ein solches Phantom „zu sehen“, besteht darin, kurz in eine brennende Glühbirne zu blicken und dann die Augen zu schließen. Davon ist jedoch eher abzuraten. Versuchen Sie stattdessen Folgendes: Betrachten Sie eine Minute lang eine leuchtend grüne Gurke auf einem weißen Tischtuch in einem lichtdurchfluteten Raum. :) Wenn Sie anschließend den Blick auf das Tischtuch richten oder die Augen schließen, werden Sie das „Phantom“ – das sogenannte Nachbild – wahrnehmen.